Immobilienstammtisch 2016

3. Immobilien-Stammtisch in Hall in Tirol über die Entwicklungen in der Branche

Wie sieht die Zukunft des Lebens- und Wirtschaftsraumes Hall in Tirol aus? Welche Pläne gibt es für den Marktanger in der Altstadt? Welche Auswirkungen hatte die Steuerreform auf den heimischen Immobilienmarkt? Wie können neue Beleuchtungstechniken eine Stadt in den Abend- und Nachtstunden attraktiver gestalten? Spannende Fragen und Themen, welche Vertreter der Immobilienbranche, Wirtschaftstreibende und Politiker aus Hall in Tirol und der Region, sich am Donnerstagabend auf Einladung der Raiffeisen Regionalbank Hall in Tirol und dem Stadtmarketing Hall in Tirol beim dritten Immobilien-Stammtisch stellten.  

Das Interesse unter den rund achtzig Teilnehmern war groß, denn es referierten neben der Haller Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch auch Immobilienexperte Arno Wimmer, Licht- und Raummilieuberater Dieter Bartenbach und Projektentwickler Mag. Claus Huter. Durch den Abend führte der Direktor der Raiffeisen Regionalbank Hall in Tirol, Mag. Erich Plank. 

Halls Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch sprach zu Beginn das aus städtebaulicher Sicht aktuellste Thema an, den Marktanger. Hier, mitten in der Altstadt, ergeben sich durch die Übersiedlung zweier Schulen viele Chancen zur Weiterentwicklung. Am Donnerstag, 22. September, von 17 bis 20 Uhr, gibt es für alle Interessierte die Möglichkeit, sich über den Stand dieses Projektes zu informieren und auch Vorschläge einzubringen. Treffpunkt ist die Wallpachgasse. In ihrem weiteren Vortrag informierte die Bürgermeisterin über die wichtigen Aufgaben der Hall AG, die neben Strom und Wasser, längst auch Bereiche wie Wärme oder Internet und Veranstaltungsräume betreffen. Im Bereich öffentlicher und individualer Verkehr werde an Verbesserungen und Lösungen gearbeitet, damit Hall eine liebens- und lebenswerte Stadt bleibe, versprach die Bürgermeisterin.  

Ob der Steuerreform und der damit verbundenen Steuererhöhung bei Immobilienverkäufen gab es im letzten Jahr eine hohe Geschäftigkeit, wie Arno Wimmer zu berichten wusste. Vergleicht man das erste Halbjahr in Hall in Tirol mit dem Vorjahr, stiegen die Immobilienverkäufe von 83 auf 136 und das Gesamtvolumen von 19,3 Mio. Euro auf 32,11 Mio. Euro. Die Steigerung betraf vor allem Wohnungen. Während die Grundstückspreise relativ stabil blieben, gab es bei Wohnungen Steigerungen. So wurden in Einzelfällen sogar Spitzenpreise von bis zu 6.000,- Euro pro Quadratmeter erzielt, was mit Innsbruck vergleichbar ist. Leistbaren Wohnraum zu schaffen ist wie dieses Beispiel zeigt, auch weiterhin die große Herausforderung für die Politik. 

Der Lichtberater und -entwickler Dieter Bartenbach zeigte an Hand von Beispielen im In- und Ausland auf, wie Beleuchtungskonzepte eine Stadt in den Abendstunden attraktiver gestalten können. Das beginne bei der Raumwahrnehmung, der Orientierung und auch beim Milieuzustand. Erreicht werden müsse ein Eindruck des Wohlfühlens und der Sicherheit. Ein Vorteil seiner an Fassaden und Dächern angebrachter LED-Leuchten ist nicht nur das Sparen von Energie, sondern auch der jegliche Verzicht von Masten. Neben einer Grundbeleuchtung auf Straßen und Plätze, ergeben von oben beleuchtete Fassaden ein einladendes Stadtbild. 

Neben der Vorstellung eines bereits abgeschlossenen Projektes in Wien, eines Budgethotels nahe des neuen Hauptbahnhofes, stellte Mag. Claus Huter das kurz vor der Fertigstellung stehende Business Center Hall in der Schlöglstraße vor. Neben einem Hotel und Büros wird hier nahe der Autobahnauffahrt Hall-West auch ein MPREIS eröffnen.  

Alles in Allem ein sehr gelungener und kurzweiliger Abend.